10. Dezember: Internationaler Tag der Menschenrechte - sind Frauenrechte

Am 10. Dezember 1948 verlas Eleanor Roosevelt vor den Vereinten Nationen in Paris die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (UN-Menschenrechtscharta). Was die Witwe des ehemaligen US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt damals verkündete, war ein historischer Meilenstein: Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit verständigten sich die damals 56 UN-Mitgliedstaaten auf Rechte, die für alle Menschen gelten sollten - über alle Grenzen und Kulturen hinweg. In Artikel 2 der UN-Menschenrechtscharta heißt es: „Jeder hat Anspruch auf alle in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten, ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.“

Frauenrechte sind Menschenrechte

Auf der Zweiten Menschenrechtsweltkonferenz in Wien vom 14.–25. Juni 1993 ist im Aktionsprogramm unter Punkt 18 bereits festgelegt worden, dass die Menschenrechte der Frauen und der Mädchen ein unveräußerlicher, integraler und untrennbarer Bestandteil der universellen Menschenrechte sind.

Website: Frauenrechtskonvention

UN-Menschenrechtscharta ist einer der am meisten übersetzten Texte weltweit

48 UN-Mitgliedstaaten stimmten damals in Paris für die Erklärung, Gegenstimmen gab es keine. Acht Länder, darunter die Sowjetunion, Saudi-Arabien und Südafrika, enthielten sich ihrer Stimme. Seither garantieren die Vereinten Nationen in 30 Artikeln das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit, die Gewissens-, Religions- und Meinungsfreiheit, das Verbot von Sklaverei und Folter, das Recht auf Arbeit, Bildung und Gesundheit. Mit Übersetzungen in mehr als 300 Sprachen ist die UN-Menschenrechtscharta einer der am meisten übersetzten Texte.

 

Der Tag wurde im Jahr 1950 von den Vereinten Nationen zum internationalen Gedenktag proklamiert.