6. Februar: Internationaler Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung

TERRE DES FEMMES: Weibliche Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation – FGM) bezeichnet eine schwere Menschenrechtsverletzung, bei der Teile des weiblichen Genitals abgeschnitten oder verletzt werden. FGM stellt damit einen Verstoß gegen das Recht auf körperliche und psychische Unversehrtheit dar. Zudem verstößt sie gegen die Kinderrechte gemäß der Kinderrechtskonvention und gilt somit als Kindesmisshandlung.

Aktuellen Angaben von UNICEF zufolge sind weltweit mehr als 200 Millionen Frauen von weiblicher Genitalverstümmelung betroffen. Tatsächlich dürften es eher doppelt so viele sein, denn bisher gibt es nur für den Subsahararaum, Ägypten und Irak umfassende Studien. Dabei weiß man heute, dass auch im Nahen Osten und in Südostasien Mädchen und Frauen genitalverstümmelt werden.

Auch in Deutschland sind Mädchen dem Risiko ausgesetzt, heimlich hierzulande oder im Ausland an ihren Genitalien verstümmelt zu werden. Deshalb finden Sie hier Informationen zur weiblichen Genitalverstümmelung, zu Verbreitungsgebieten, zur Prävention und zur Unterstützung Betroffener. So können Sie selbst dazu beitragen, dass Mädchen frei und unversehrt aufwachsen und Frauen, die eine Menschenrechtsverletzung erleben mussten, Unterstützung, Sensibilität und Interesse erfahren.

Lebenslange Folgen
Bei der Genitalverstümmelung wird die Klitoris teilweise oder vollständig entfernt. In besonders schwerwiegenden Fällen wird die Vagina zugenäht und nur eine kleine Öffnung belassen. Für die Frauen und Mädchen hat die Genitalverstümmelung neben lebenslangen Traumata oft Infektionen und Komplikationen bei der Geburt, die zum Tod führen können, zur Folge. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass bis zu 25 Prozent der Betroffenen an den unmittelbaren und langfristigen Folgen sterben.

Weitere Infos unter:
www.unicef.org/protection/index_genitalmutilation.html

www.unfpa.org/gender/practices3.html

www.frauenrechte.de